Mindestzündenergie

Definition:

Die Mindestzündenergie (MZE) ist die unter vorgeschriebenen Versuchsbedingungen ermittelte, kleinste, in einem Kondensator gespeicherte elektrische Energie, die bei einer Entladung ausreicht, das zündwilligste Gemisch einer explosionsfähigen Atmosphäre zu entzünden.

Prüfverfahren: EN 13821

Als Prüfeinrichtung wird üblicherweise die modifizierte Hartmann-Apparatur eingesetzt. Als Zündquelle dient eine Funkenentladung mit variabler Zündquelle, in der Regel mit Zündenergien bis etwa 1 J. Höhere Mindestzündenergien können in Anlehnung an das beschriebene Verfahren mit geschlossenen Apparaturen und pyrotechnischen Zündern ermittelt werden.

Durch Einbau einer Induktivität in den Entladekreis ist es möglich, den Funken zeitlich zu dehnen, wodurch im Allgemeinen eine höhere Zündwirksamkeit erreicht wird. 

Bewertung:

Unter Variation der Apparateparameter (Zündenergie, Zündverzögerungszeit, in Sonderfällen auch Temperatur) und der Staubkonzentration werden die niedrigste Funkenenergie, bei der es zur Entzündung des zündwilligsten Staub/Luft-Gemisches kommt und die höchste Funkenenergie, bei der es nicht zur Entzündung kommt, bestimmt. Die Angabe der MZE sollte möglichst in Form dieses Wertepaares erfolgen.

st.Mindestzuendenergie

Sicherheitstechnische Relevanz: 

Die Mindestzündenergie ist eine wichtige Kenngröße zur Auslegung der Schutzmaßnahme „Vermeiden wirksamer Zündquellen“

In der Regel ist die MZE brennbarer Stäube 2-3 Zehnerpotenzen höher als die MZE für Gase und Dämpfe.

Die MZE ist abhängig von der Feinheit, der Oberflächenbeschaffenheit und der Feuchte des Staubes.

Allgemein nimmt die MZE mit zunehmender Temperatur und abnehmender Partikelgröße ab.

Eine Einstufung der Zündempfindlichkeit kann der folgenden Tabelle entnommen werden.

MZE

Einstufung der Stäube

Größer oder gleich 10 mJ

Normal zündempfindlich

Kleiner als 10 mJ, aber größer oder gleich 3 mJ

Besonders zündempfindlich

Kleiner als 3 mJ

Extrem zündempfindlich

 

 

 



Ist die Mindestzündenergie kleiner als 10 mJ, so kann die Prüfung mit vernachlässigbarer Induktivität wiederholt werden. Die damit im Allgemeinen erzielten höheren Werte für die MZE können beim Vermeiden wirksamer Zündquellen dann zu Grunde gelegt werden, wenn in der Praxis zeitlich gedehnte Funkenentladungen ausgeschlossen werden können.

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